Die Kaution (Mietsicherheit) ist eine Geldsumme, die der Mieter bei Vertragsabschluss hinterlegt, um den Vermieter gegen Schäden, ausstehende Mietzahlungen oder unbezahlte Nebenkosten abzusichern. Sie wird nach Beendigung des Mietverhältnisses zurückgezahlt — abzüglich berechtigter Ansprüche.
Höhe
In Österreich begrenzt § 16b MRG die Kaution auf maximal sechs Bruttomonatsmieten; üblich sind 3 Monatsmieten. Eine darüber hinausgehende Vereinbarung ist nichtig.
In Deutschland erlaubt § 551 BGB maximal drei Nettokaltmieten. Eine höhere Kaution darf zurückgefordert werden, der Vermieter muss sie verzinslich anlegen.
Zinsen & Rückzahlung
Der Vermieter ist verpflichtet, die Kaution getrennt vom Privatvermögen auf einem verzinslichen Sparkonto anzulegen. Die Zinsen stehen dem Mieter zu. Nach Auszug muss die Kaution innerhalb einer angemessenen Frist (üblich 3-6 Monate) zurückerstattet werden, sofern keine berechtigten Ansprüche bestehen.
Streitfälle
Häufige Streitpunkte sind Schönheitsreparaturen, normale Abnutzung vs. Beschädigung und die Anwendung des Zeitwerts auf abgenutzte Einrichtung. Die Zeitwert-Berechnung hilft, faire Abzüge zu bestimmen.