Wohngeld-Kürzungen: GdW warnt vor sozialen Folgen

Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW kritisiert geplante Einsparungen beim Wohngeld. Die Kürzungen könnten die soziale Stabilität gefährden und bezahlbares Wohnen erschweren.
Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW hat sich gegen die bekannt gewordenen Überlegungen der Bundesregierung ausgesprochen, das Wohngeld deutlich zu kürzen. Der Verband warnt vor negativen sozialen und wohnungspolitischen Folgen. Das Wohngeld sei für Millionen Menschen ein zentrales Instrument zur Sicherung bezahlbaren Wohnens, insbesondere in Zeiten steigender Wohn- und Energiekosten sowie einer anhaltenden Krise im Wohnungsbau.
Das Wohngeld ist eine staatliche Unterstützung für Haushalte mit geringem Einkommen, um die Wohnkosten zu decken. Es wird nach § 1 des Wohngeldgesetzes (WoGG) gewährt. In den vergangenen Jahren wurde die Leistung mehrfach angepasst, zuletzt mit der Wohngeldreform 2023, die die Zahl der Berechtigten deutlich erhöhte. Die aktuellen Überlegungen der Bundesregierung zielen nun auf Einsparungen ab, was nach Einschätzung des GdW die soziale Stabilität gefährden könnte.
Für Mieter und Vermieter hätten Kürzungen beim Wohngeld weitreichende Konsequenzen. Mieter mit geringem Einkommen müssten einen größeren Teil ihres Budgets für die Miete aufwenden, was das Risiko von Zahlungsausfällen erhöht. Vermieter, insbesondere im sozialen Wohnungsbau, könnten mit steigenden Mietrückständen konfrontiert werden. Der GdW-Präsident Axel Gedaschko betonte, dass Kürzungen beim Wohngeld sozialpolitisch das völlig falsche Signal zur falschen Zeit wären.
Betroffene Haushalte sollten ihre Ansprüche auf Wohngeld prüfen lassen und bei Änderungen der gesetzlichen Grundlagen rechtzeitig reagieren. Der GdW empfiehlt, sich über die aktuellen Regelungen zu informieren und gegebenenfalls Beratungsstellen aufzusuchen. Interne Tools wie der Mietzins-Check oder der Kaution-Rechner von Meine & Deine können dabei helfen, die finanzielle Belastung besser einzuschätzen.