Energy Sharing in Deutschland gestartet – GdW fordert europäische Lösung für Mieterstrom

Energy Sharing in Deutschland ist gestartet. Der GdW begrüßt den Schritt, sieht aber Hindernisse. Eine europäische Lösung für Mieterstrom und Solarstrom im Mehrfamilienhaus wird gefordert.
Mit dem Start des Energy Sharing in Deutschland ist ein wichtiger Schritt für die gemeinschaftliche Nutzung von lokal erzeugtem Solarstrom vollzogen worden. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW begrüßt diese Entwicklung, da sie neue Möglichkeiten für Mieter und Vermieter eröffnet. Allerdings bleibt die Energiewende im Mehrfamilienhaus ohne eine schnelle europäische Lösung für Kundenanlagen und Mieterstrom gefährdet.
Hintergrund der Forderung ist die bestehende Rechtsunsicherheit bei der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung. Während Energy Sharing in Deutschland nun erlaubt ist, fehlt auf europäischer Ebene eine klare Regelung für sogenannte Kundenanlagen. Der GdW hat einen konkreten Vorschlag für eine europäische Lösung vorgelegt, um Mieterstrom und Solarstrom im Mehrfamilienhaus rechtssicher zu ermöglichen. Ohne diese Anpassung drohen bürokratische Hürden, die den Ausbau der Photovoltaik in Wohngebäuden ausbremsen könnten.
Für Mieter und Vermieter bedeutet dies, dass die gemeinsame Nutzung von Solarstrom zwar grundsätzlich möglich ist, aber weiterhin von der Entwicklung auf EU-Ebene abhängt. Der GdW betont, dass eine schnelle europäische Regelung notwendig ist, um die Potenziale der Solarenergie in Mehrfamilienhäusern voll auszuschöpfen. Ohne diese könnten Investitionen in Photovoltaikanlagen auf Dächern von Wohngebäuden verzögert werden, was die Energiewende insgesamt verlangsamen würde.
Wer als Vermieter oder Mieter die Möglichkeiten des Energy Sharing prüfen möchte, sollte sich über die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen informieren. Der Wohnungskompass kann dabei helfen, die Kosten und Einsparungen durch gemeinschaftliche Stromnutzung zu bewerten. Zudem bietet der Mietzins-Check eine Orientierung, ob die Nebenkosten im Rahmen bleiben. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den europäischen Entwicklungen ist empfehlenswert, um von künftigen Regelungen profitieren zu können.