Wien startet kostengünstige Verkehrsberuhigung in Meidling
Die Stadt Wien hat ein neues Konzept zur Verkehrsberuhigung vorgestellt. In Meidling wird das Modell „Low Traffic Grätzl“ getestet. Ziel ist eine höhere Lebensqualität ohne teure Umbauten.
Die Stadt Wien hat ein neues, kostengünstiges Konzept zur Verkehrsberuhigung vorgestellt. Planungsstadträtin Ulli Sima gab den Auftakt für das Modell „Low Traffic Grätzl“ im Bezirk Meidling bekannt. Das Projekt zielt darauf ab, die Lebensqualität in den Grätzln zu erhöhen, ohne aufwändige bauliche Maßnahmen. Es richtet sich an Anwohner, die unter Durchgangsverkehr leiden, und soll in mehreren Bezirken umgesetzt werden.
Das Konzept basiert auf einfachen, temporären Eingriffen wie Pollern, Fahrradbügeln oder Markierungen. Anders als klassische verkehrsberuhigte Zonen oder Begegnungszonen sind keine teuren Straßenumbauten nötig. Die Maßnahmen können flexibel angepasst werden, falls sie nicht den gewünschten Effekt erzielen. Die Stadt erhofft sich dadurch eine schnellere und günstigere Umsetzung als bei herkömmlichen Projekten.
Für Anwohner bedeutet das Modell weniger Lärm und Abgase sowie mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. In Meidling werden zunächst ausgewählte Straßenabschnitte für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Maßnahmen werden von der Stadt evaluiert und bei Erfolg auf andere Bezirke ausgeweitet. Die Kosten pro Grätzl liegen laut Angaben der Stadt im niedrigen fünfstelligen Bereich, was einen Bruchteil herkömmlicher Verkehrsberuhigungsprojekte darstellt.
Wer sich über die Auswirkungen auf die eigene Wohngegend informieren möchte, kann den Wohnungskompass nutzen, um die Wohnkosten und Lebensqualität zu vergleichen. Die Stadt plant zudem, die Bürger in die Gestaltung einzubeziehen. Weitere Informationen zu den rechtlichen Grundlagen von Verkehrsberuhigungen finden sich im Wiki.