Wohnungsmarkt-Statistik Q1 2026: Erstmals seit 18 Monaten fallende Mietpreise
Statistik Austria meldet einen Rückgang der durchschnittlichen Wiener Mietpreise um 0,4 % gegenüber Q4/2025. Was hinter der ersten Atempause steckt.
Q1/2026-Daten der Statistik Austria zeigen erstmals seit Q3/2024 einen leichten Rückgang der durchschnittlichen Wohnungsmieten in Wien. Der Index ging von 132,1 auf 131,6 Punkte zurück (Basis 2020 = 100).
Die wichtigsten Befunde:
- Wien: -0,4 % gegenüber Q4/2025, +1,8 % year-over-year
- Salzburg: weiterhin steigend (+1,2 %)
- Graz, Linz: stagnierend (+0,1 % bzw. -0,1 %)
- Klagenfurt, Innsbruck: leichter Rückgang (-0,3 %)
Was ändert die Stimmung:
- Zinsdruck wirkt: Die EZB-Leitzinsen blieben hoch, der Druck auf Wohnungsfinanzierungen entsprechend hoch. Käufer ziehen sich zurück → Druck auf den Mietmarkt sinkt
- Energieausweis als Filter: Ältere Wohnungen mit Energieklasse F oder G werden zunehmend gemieden — auf meine-deine.at sehen wir Klick-Raten 40 % unter dem Schnitt
- Mehr Genossenschafts-Übergaben: 2.300 neue Genossenschaftswohnungen wurden Q1/2026 fertiggestellt, 600 mehr als im Vorjahresquartal
Der "Rückgang" ist nicht das Ende der Krise: Real liegen die Wiener Mieten 28 % höher als 2020. Der nominale Rückgang in Q1 ist eher eine Atempause — keine Trendwende. Drei Faktoren würden den Rückgang verstärken:
- Weitere Zinssenkungen (EZB-Termin: 17. Juni 2026)
- Ausweitung der Mietpreisbremse (politisch unsicher)
- Stärkere Sanktionen bei MRG-Verletzungen
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