Maklerprovision: Bestellerprinzip kommt – AK begrüßt Reform

Die Arbeiterkammer begrüßt die geplante Reform der Maklerprovision. Künftig soll das Bestellerprinzip gelten, wonach derjenige zahlt, der den Makler beauftragt. Dies entlastet vor allem Mieter.
Die Arbeiterkammer hat die geplante Reform der Maklerprovision ausdrücklich begrüßt. Kern der Neuregelung ist die Einführung des sogenannten Bestellerprinzips. Künftig soll derjenige die Maklerprovision zahlen, der den Makler auch zuerst beauftragt – in der Regel ist das der Vermieter. Die Reform betrifft damit vor allem Mieter, die bislang häufig die gesamte Provision tragen mussten. Die AK sieht darin einen längst überfälligen Schritt zu mehr Fairness am Wohnungsmarkt.
Bislang war es in Österreich üblich, dass der Mieter die Maklerprovision übernimmt, auch wenn der Vermieter den Makler beauftragt hatte. Dies führte zu einer einseitigen finanziellen Belastung der Wohnungssuchenden. Die AK hatte sich daher wiederholt für eine Änderung der gesetzlichen Regelung eingesetzt. Mit der Einführung des Bestellerprinzips folgt der Gesetzgeber nun einem Modell, das in anderen Ländern bereits erfolgreich praktiziert wird. Die Reform soll den Wohnungsmarkt transparenter machen und die Kosten gerechter verteilen.
Für Mieter bedeutet die Neuregelung eine spürbare finanzielle Entlastung. Bislang mussten sie bei der Anmietung einer Wohnung oft mehrere tausend Euro allein für die Maklerprovision aufbringen. Künftig entfällt diese Belastung, sofern der Vermieter den Makler beauftragt. Die AK weist jedoch darauf hin, dass die Reform nicht automatisch zu niedrigeren Mieten führt. Vermieter könnten versuchen, die Kosten auf andere Weise weiterzugeben, etwa durch höhere Mietpreise. Dennoch überwiegen aus Sicht der AK die Vorteile für die Mieter.
Betroffene sollten sich über die genauen Details der Reform informieren, sobald das Gesetz beschlossen ist. Die AK bietet dazu umfassende Beratung an. Auch auf Meine & Deine stehen hilfreiche Tools wie der Mietzins-Check zur Verfügung, um die eigene finanzielle Situation zu prüfen. Wer eine Wohnung sucht, sollte künftig genau darauf achten, wer den Makler beauftragt hat, um unerwartete Kosten zu vermeiden.