Wohnbauförderung 2026: Was die neun Bundesländer aktuell anbieten

Wien zahlt bis 50.000 € als Eigenmittel-Ersatz, Salzburg subventioniert Sanierungen mit 30 %. Der Bundesländer-Vergleich auf einen Blick.
Die Wohnbauförderung ist Landessache — neun Modelle, neun Logiken, neun Bürokratien. Wer 2026 eine Wohnung baut oder kauft, sollte vor dem Bankgespräch den Förderantrag erkundigen.
Wien: Eigenmittel-Ersatzdarlehen bis 50.000 € bei Erstwohnung, zinslos für 25 Jahre. Einkommensgrenze: 65.000 € netto/Jahr für Singles, 110.000 € für Paare. Bevorzugt: Junge Familien, Energieklasse A+ oder höher.
Niederösterreich: Direktförderung Sanierung (bis 12.000 € pro Objekt), Junge-Familie-Bonus 10.000 € einmalig. Voraussetzung: Hauptwohnsitz, kein Zweitwohnsitz.
Oberösterreich: Wohnbauscheck 5.000 € bei Erstwohnung, 1.000 € pro Kind. Sanierungs-Bonus 30 % bis max. 25.000 €.
Salzburg: Sanierungsförderung 30 % der Kosten (bis 25.000 €), Sanierungsbonus 5.000 € bei Klimazielen. Eigenmittel-Ersatz: bis 35.000 € zinslos.
Tirol: Junge-Familien-Bonus bis 30.000 € (gestaffelt nach Kinderzahl), zusätzlich 5.000 € bei Klimaschutzmaßnahmen.
Vorarlberg: Sehr restriktiv — Förderung nur bei Eigenleistung im Bau ("Bauherrenmodell"). Aber: Einmalzuschuss 20.000 € bei Energieklasse A+.
Steiermark: 25 % Sanierungsförderung, Junge-Familie-Bonus 8.000 €, Erbringungsfrist 5 Jahre.
Kärnten: 30 % Sanierung (bis 18.000 €), Junge-Familie 12.000 €, "Ortsbild-Bonus" 5.000 € für historische Bauten.
Burgenland: 25 % Sanierungs- und Neubauförderung, kombinierbar mit Bundesgeldern. Einkommensgrenze: 75.000 € netto.
Praxis-Tipp: Förderung wird nicht automatisch bewilligt — Antrag VOR Baubeginn. Wer erst nach Baubeginn antragt, bekommt nichts. Auf meine-deine.at gibt es unter /wohnbaufoerderung einen interaktiven Rechner pro Bundesland.